WoMen at War 

k.u.k. Frauenbilder 1914 – 1918

Bei Kriegsausbruch 1914 herrschte eine, aus heutiger Sicht unverständliche Kriegsbegeisterung, die nachhaltig von der Kriegspropaganda aufrechtzuerhalten gesucht wurde. Beliebte Motive bildeten dabei immer wieder Frauen in patriotischer Darstellung, die man auf diese Art für die Kriegsführung nutzte.

In Wirklichkeit bedeutete der Abschied von dem in den Krieg ziehenden Mann, so schmerzlich er auch war, einen weiteren wichtigen Schritt zur Aufwertung der Frau, da sie nunmehr allein die Familie und damit ihre Existenz sichern musste. Das alleinige Sorgerecht um die Kinder, sowie die wirtschaftliche Verantwortung um Wohnung, Haus oder Hof oblag der Frau. Je länger der Krieg dauerte, umso schwieriger wurde dieser Kampf um das tägliche Überleben.

Die Sonderausstellung „WoMen at War" beleuchtet einerseits in welch vielfältiger Form Frauen im und für den Ersten Weltkrieg aktiv waren, und anderseits, wie das Bild der Frau für Propagandazwecke benutzt und sie als billige Arbeitskraft missbraucht wurde.

Auf Initiative des Museums Melk und in Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft Melk konnte dieses Projekt verwirklicht werden. Unterstützung fand Mag. Paul Magg, Leiter des Stadtarchivs und Initiator der Ausstellung durch die Kulturabteilung des Landes NÖ, das Heeresgeschichtliche Museum Wien und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Die Dolomitenfreunde im Museum Kötschach-Mauthen haben die Texte und Fotos zur Verfügung gestellt, welche bereits 2013 im Heeresgeschichtlichen Museum Wien gezeigt wurden. Das Museum Melk konnte dank intensiver Verhandlungen das Ausstellungsrecht erwerben. Nun werden die Stücke durch eigene Sammlungsbestände ergänzt und 2014 in Melk gezeigt werden.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema bildet eine entsprechende Ergänzung zur großen Ausstellung „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914 – 1918”, im Renaissanceschloss Schallaburg und zum Theaterstück „METROPOLIS“ im Rahmen der Sommerspiele Melk.